Abänderungsklage nachehelicher unterhalt


Die zum Zeitpunkt der Ehescheidung bestehende rechnerische Grundlage des nachehelichen Unterhalts bleibt von nachträglichen Änderungen der Verhältnisse grundsätzlich unberührt vgl. BGH v. Die Feststellung einzelner Bedarfsposten beruht auf der Lebensführung während der bestehenden Ehe. Anderes gilt nur dann, wenn der Unterhalt mit Rücksicht auf einen besonderen Bedarf des Unterhaltsberechtigten höher bemessen ist, als es sonst den ehelichen Lebensverhältnissen entsprochen hätte. Ein im Zugewinnausgleichsverfahren einbezogener "Goodwill" einer Arztpraxis hat bei der konkreten Bedarfsberechnung unberücksichtigt zu bleiben. Es handelt sich hierbei nicht um zukünftiges Einkommen des Unterhaltsverpflichteten, sondern lediglich um einen Anteil des fiktiven Kaufpreises, den ein Dritter für den Erwerb der Praxis als Gegenwert für den derzeitigen Kapitalwert der Praxis zahlen müsste. Die Parteien streiten sich in II. Instanz um die Höhe des zu zahlenden nachehelichen Unterhalts. Erstinstanzlich war der Antrag der Ehefrau insoweit zurückgewiesen worden. abänderungsklage nachehelicher unterhalt

Abänderungsklage für nachehelichen Unterhalt: Rechtsgrundlagen und Verfahren

Ursache dafür können beispielsweise die Wiederaufnahme einer Arbeit oder eine Gehaltserhöhung sein. Bei der gerichtlichen Abänderung des Unterhaltstitels erfolgt keine vollständige Neuberechnung der Unterhaltszahlungen. Das Gerichtsurteil erwirkt lediglich, dass sich die Zahlungen erhöhen bzw. Die Abänderung ist somit eine Anpassung als Reaktion auf einen veränderten Unterhaltsanspruch. Die Klage lässt sich nur einreichen, wenn ein Unterhaltstitel vorliegt. Das ist in der Regel der Fall bei in Scheidung lebenden oder bereits geschiedenen Ehepaaren bzw. Die Unterhaltspflicht kann dann für gemeinsame Kinder oder den Ehepartner bestehen. Eine Abänderung des Unterhaltstitels oder einer Unterhaltsvereinbarung ist nur bei folgenden Abänderungsgründen möglich:. Die Veränderung der Einkommensverhältnisse durch z. Verlust des Arbeitsplatzes oder eine Gehaltserhöhung machen eine Abänderung eines Unterhaltstitels notwendig. Die Abänderungsklage ist das letzte Mittel, sollte keine einvernehmliche Einigung zwischen den ehemaligen Lebenspartnern bzw.

Strategien zur Geltendmachung von Ansprüchen bei abänderungsklage im nachehelichen Unterhalt In einem Unterhaltstitel sind Unterhaltszahlungen festgelegt, die einem Ex-Partner oder Kindern nach einer Scheidung oder Trennung zustehen. Die genaue Höhe bemisst sich an den Einkommensverhältnissen.
Praktische Tipps für die Erstellung einer Abänderungsklage im Bereich des nachehelichen Unterhalts Ich bin geschieden und habe mit meinem Ex-Ehemann eine zweijährige Tochter. Mein Ex-Ehemann bezahlt gemäss Scheidungsurteil Unterhaltsbeiträge für unsere gemeinsame Tochter.
Die Bedeutung der Veränderungsklage für den nachehelichen Unterhalt: Fallbeispiele und Entscheidungen Die zum Zeitpunkt der Ehescheidung bestehende rechnerische Grundlage des nachehelichen Unterhalts bleibt von nachträglichen Änderungen der Verhältnisse grundsätzlich unberührt vgl. BGH v.

Strategien zur Geltendmachung von Ansprüchen bei abänderungsklage im nachehelichen Unterhalt

Ob Ehegatten- oder Kindesunterhalt : Die Höhe von Unterhaltszahlungen wird durch einen Unterhaltstitel festgelegt. Durch geänderte Lebensumstände kann aber im Laufe der Zeit eine Anpassung der Unterhaltshöhe notwendig werden. Dies geschieht nicht eigenmächtig, sondern wird durch ein sogenanntes Abänderungsverfahren auf den Weg gebracht. Sowohl für Unterhaltspflichtige als auch für Unterhaltsberechtigte ist das Abänderungsverfahren direkter Ausdruck davon, dass Unterhaltsansprüche in ihrer Höhe nicht starr und auf alle Zeiten festgelegt sind, sondern vielmehr dynamisch an veränderte Voraussetzungen und Rahmenbedingungen angepasst werden können. Wer über das Abänderungsverfahren vor dem zuständigen Familiengericht den Unterhaltstitel abändern möchte, muss dafür eine wesentliche Änderung der persönlichen und wirtschaftlichen Lebensumstände nachweisen können. Dies kann sowohl auf Seiten des Unterhaltspflichtigen der Fall sein als auch auf der Seite des Unterhaltsberechtigten. In der rechtlichen Praxis wird ein Abänderungsverfahren in vielen Fällen dann auf den Weg gebracht, wenn sich die Einkommensverhältnisse der Beteiligten verändert haben.

Praktische Tipps für die Erstellung einer Abänderungsklage im Bereich des nachehelichen Unterhalts

Eine wirtschaftliche Veränderung kann einerseits darin liegen, dass der Unterhaltsschuldner weniger verdient. Ob diese Veränderung wesentlich ist, wird an der Höhe des Unterhaltsbeitrags gemessen. Eine Veränderung kann deshalb bei einem tiefen Unterhaltsbeitrag wesentlich sein, bei einem hohen Unterhaltsbeitrag hingegen nicht. Andererseits kann eine wesentliche Veränderung auch darin liegen, dass beim unterhaltspflichtigen Ex-Ehemann zusätzliche Unterhaltspflichten hinzugekommen sind. Dies trifft auf Ihren Ex-Ehemann zu, der nach der Scheidung ein zweites Mal Vater geworden ist. Aufgrund der Geburt des zweiten Kindes liegt damit ein Abänderungsgrund vor und die im Scheidungsurteil festgesetzten Unterhaltsbeiträge müssen neu berechnet werden. Hat ein Elternteil — aus derselben oder verschiedenen Beziehungen — mehrere Kinder, haben alle Kinder einen Anspruch auf Gleichbehandlung durch ihn. Dies bedeutet jedoch nicht, dass jedes Kind frankenmässig den gleichen Unterhaltsbeitrag zugesprochen erhält.