1900 geschichte deutschland


Die Verfassung des am Januar im Spiegelsaal des Versailler Schlosses von den deutschen Fürsten proklamierten Staatsgebildes war streng monarchisch und konservativ. Er war völkerrechtlicher Vertreter des Reichs, Oberbefehlshaber der Streitkräfte, berief den Bundesrat und den Reichstag ein und ernannte vor allem den Reichskanzler. Der Bundesrat war das wichtigste Organ des Reichs. Die angeschlossenen Königreiche und freien Städte hatten noch immer einige Hoheitsrechte, sogenannte Reservatrechte, im Militär-, Steuer- und Zollwesen, Bayern und Württemberg hielten noch bis an ihrer eigenen Posthoheit mit je eigenen Wertzeichen fest. Im Jahre waren Deutschland und Italien die jüngsten Staatswesen in Europa. Die Forderung nach einer staatlichen Einigung des in vornapoleonischer Zeit noch in zahllose, zum Teil kleinste autonome Herrschaften zersplitterten Landes wurde in den ersten Jahrzehnten nach der Französischen Revolution vor allem von den freiheitlichen und liberalen Kräften getragen, die sich von der nationalen Einigung eine Verfassung versprachen. 1900 geschichte deutschland

Deutschland um 1900: Industrielles Wachstum und soziale Veränderungen

Tod des Ingenieurs Gottlieb Daimler in Stuttgart-Cannstatt. Im Burenkrieg erobern britische Truppen den Oranje-Freistaat. Das Militär greift ein. Beginn der Ausgrabungen am Palast von Knossos auf Kreta durch den britischen Archäologen Arthur John Evans Im Deutschen Reich tritt eine neue Fernsprechgebührenordnung in Kraft. Ein Dreiminutengespräch innerhalb einer km-Zone kostet 20 Pfennig, über eine Entfernung von mehr als 1. Deutschland verfügt zu diesem Zeitpunkt über rund 1. In Paris wird die Weltausstellung eröffnet. Deutschland ist mit der elektrischen Versorgung der gesamten Weltausstellung beauftragt. Daneben präsentieren sich Firmen wie die Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft AEG , Siemens und MAN Maschinenfabrik Augsburg-Nürnberg AG. Deutsche Erstaufführung von Henrik Ibsens Schauspiel "Gespenster". Zu den Feiern der Mündigkeitserklärung Geburtstag des deutschen Kronprinzen Wilhelm weilen der österreichische Kaiser Franz Joseph I. In Berlin eröffnet Max Liebermann die zweite Ausstellung der Berliner Secession.

Die Wilhelminische Ära: Politik und Kultur im Deutschen Kaiserreich Die Verfassung des am Januar im Spiegelsaal des Versailler Schlosses von den deutschen Fürsten proklamierten Staatsgebildes war streng monarchisch und konservativ.
1900: Aufbruch ins 20. Jahrhundert - Technik und Wissenschaft in Deutschland Zur Jahrhundertwende steigt in Europa der Wohlstand. Der weltweite Warenhandel erreicht seinen Höhepunkt, ebenso die interkontinentale Migration.
Künstlerische Bewegungen um 1900: Jugendstil und Moderne in DeutschlandJens Birkholm: "Das Evangelium der Armut", Chronik

Die Wilhelminische Ära: Politik und Kultur im Deutschen Kaiserreich

Teilung des Fränkischen Reiches entlang des Rheins, in Ostfranken und Westfranken. Aus Westfranken wird Frankreich; aus Ostfranken wird das "Heilige römische Reich deutscher Nation". Otto I wird zum ersten Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; Franz II gibt den Titel auf, der völlig bedeutungslos geworden ist. Wormser Konkordat: ein Kompromiss zwischen dem deutschen Kaiser und dem Papst darüber, wie Bischöfe eingesetzt werden. Friedrich I Barbarossa: deutscher Kaiser, viele Konflikte mit den Päpsten; ertrank beim dritten Kreuzzug in Kleinasien. Friedrich II: Enkel von Friedrich Barbarossa. Bis zu seiner Niederlage gegen Polen-Litauen dehnte der deutsche Orden das deutsche Reich weiter nach Osten aus. Karl V: der letzte mächtige Kaiser des Heiligen Römischen Reiches; kämpfte gegen Luther und die Reformation. Luther beendet seine Übersetzung der Bibel ins Deutsche. Der Augsburger Religionsfriede: Karl V. Resultate des Krieges: Religionsfreiheit Zerstörung und Verarmung der deutschen Länder Frankreich wird das mächtigste Land in Europa Das Heilige Römische Reich wird eine bedeutungslose Formalität.

1900: Aufbruch ins 20. Jahrhundert - Technik und Wissenschaft in Deutschland

Die Öffentlichkeit wurde für Politiker immer unberechenbarer. Im Kaiserreich hatte Politik erstmals mit den schwankenden Stimmungen der öffentlichen Meinung zu rechnen. Die Verwendung dieser Grafik ist honorarpflichig. Selbst ein Kanzler von solch autoritärem Habitus wie Bismarck bewegte sich daher in einem Umfeld unablässiger politischer Bewegung, die er nicht restlos dominieren konnte. Zum Zeitpunkt seiner Entlassung war die Unterstützung für Bismarck bereits prekär geworden. Keiner seiner Nachfolger erreichte die Statur des ersten Reichskanzlers. In dem Vierteljahrhundert zwischen Bismarcks Entlassung und dem Beginn des Ersten Weltkriegs wurden die Machtverhältnisse in Deutschland komplizierter. Schwächeren Kanzlern stand ein allmählich erstarkender Reichstag gegenüber. Bei der Reichstagswahl vereinigte die SPD die meisten Wählerstimmen auf sich; wurde sie zur stärksten Kraft im Parlament. Während der langen Friedenszeit nach hielt es seine Stellung durch die allgemeine Wehrpflicht aufrecht, die für die meisten Rekruten drei Jahre betrug und zu einem der wichtigsten Integrationsinstrumente der deutschen Gesellschaft wurde.