Alec baldwin schießen
Z wei Tage nach dem Tod einer Kamerafrau bei einem Filmdreh in New Mexico gibt es weiter viele offene Fragen. Die Polizei hatte bis zum Samstagabend Ortszeit noch immer keine genauen Angaben zum Unfall mit Chef-Kamerafrau Halyna Hutchins veröffentlicht oder erklärt, wie genau sich aus der versehentlich von Schauspieler Alec Baldwin abgefeuerten Waffe ein tödlicher Schuss lösen konnte. Ich war wie versteinert. Der Schauspieler gab an, die verstorbene Kamerafrau auch privat gut gekannt zu haben. Alec Baldwin war völlig geschockt und brach auf dem Set zusammen. Im Fokus der laufenden Ermittlungen steht offenbar der Regieassistent, der die Requisitenwaffe an Baldwin übergab. Er glaubte nach seiner Aussage, die Waffe enthalte keine Munition, zitierten der Fernsehsender CNN und sein lokaler Partnersender KOAT aus einem Polizeibericht. Als aber der Schauspieler die Waffe am Donnerstag abfeuerte, kam es zu der Tragödie. Eine Mitarbeiterin, die den Notruf gewählt hatte, hatte jenen Regieassistent jedoch beschimpft.
Alec Baldwin Schießen-Unglück: Die Fakten
Einen ähnlichen Vorfall hatte es gegeben: Damals starb der Schauspieler Brandon Lee, Sohn des Kampfsportstars Bruce Lee, am Set des Films "The Crow" durch einen Bauchschuss. Die Autopsie ergab, dass Lee von einer Kugel scharfer Munition getroffen worden war, die im Lauf der Waffe stecken geblieben war. Diese Kugel hatte sich durch die Detonation der Platzpatrone gelöst. Wenn die Kugel aber weiter im Kauf klemmt und sich nicht löst, kann es zum Platzen der Waffe kommen. Aus dem Zweiten Weltkrieg gibt es zahlreiche Fotos von schweren Panzerrohren, die durch einen Klemmer im Lauf aufgerissen sind. Kann das Gas nicht nach vorn entweichen, wirkt die Belastung bei einem Revolver auf den Anschluss der Trommel, in der die Patronen lagern, und den Lauf. Typisch für solche Explosionen ist, dass die Bruchstücke von der Explosion an die Seite und nach vorn bewegt werden, aber nicht nach hinten. Sollten sich die beiden Opfer neben und kurz vor Baldwin aufgestellt haben, als er die Waffe ausprobierte, hätten sie sich im Wirkungsbereich der Explosion befunden.
| Wie kam es zum Schuss auf dem Set? | Es war ein schrecklicher Unfall an einem Drehort. Alec Baldwin hat zwei Personen mit einem historischen Revolver verletzt, eine davon tödlich. |
| Alec Baldwin und die Sicherheitsbedenken | Alec Baldwin beteuerte immer wieder, den Abzug der Requisitenwaffe nicht betätigt zu haben, als er am Set von "Rust" versehentlich Kamerafrau Halyna Hutchins erschoss. Auch könne er sich nicht erklären, wie echte Munition an das Filmset gekommen sei. |
Wie kam es zum Schuss auf dem Set?
Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed wurde der fahrlässigen Tötung schuldig gesprochen. Am Mittwoch wurde die Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed 26 von den Geschworenen im Gericht Santa Fe New Mexico für schuldig befunden. Aber auch er wird beschuldigt: Hollywood-Superstar Alec Baldwin 65 , der im Oktober vor zweieinhalb Jahren mit einem versehentlich scharf geladenen Revolver auf das Opfer schoss. Juli beginnt sein Prozess. Dabei wurde Baldwin erst im vergangenen Jahr von denselben Vorwürfen freigesprochen. Doch neue Ermittlungen resultierten in einer Verfahrenswiederaufnahme. Gedreht wurde im Oktober in der Bonanza Creek Ranch, in dieser Kapelle ereignete sich das Unglück. Hannah-Gutierrez Reed wurde direkt nach dem Urteil in Gewahrsam genommen. Geht es diesmal nicht so glimpflich für Baldwin aus? Denn nach der Verurteilung von Kollegin Reed ist klar: Die Justiz schreckt nicht davor zurück, die Schuldigen auch ins Gefängnis zu bringen. Die Waffenmeisterin wird mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zu drei Jahre hinter Gittern sitzen.
Alec Baldwin und die Sicherheitsbedenken
Er plädierte auf "nicht schuldig". Auch wenn Baldwin in den vergangenen Wochen nicht vor Gericht stand, sondern die junge Waffenmeisterin, fiel sein Name dort dennoch. Gutierrez-Reeds Anwälte argumentierten, er sei der "Big Boss" am Filmset gewesen. Er habe als Produzent Geld sparen wollen und alle anderen am Set zur Eile gedrängt. Gutierrez-Reed sei ein "Sündenbock", so die Argumentation ihrer Anwälte. Besonders die Aussage von einem FBI -Waffenexperten stellte Baldwins Sicht der Dinge in Frage. Dass Baldwin den Abzug der Waffe nicht betätigt habe, hielt Bryce Ziegler vom FBI für schwer zu glauben, wie er während der Befragung durch Gutierrez-Reeds Anwalt schilderte. Die Waffe sei allerdings intakt gewesen, als sie als Beweismittel untersucht worden ist. Quelle : AFP. Das Baldwin-Puzzle: Im Dickicht des kolossalen Versagens — und wie es jetzt weitergeht. Halyna Hutchins: Das ist die Kamerafrau, die von Alec Baldwin am Set erschossen wurde. Zugang zu allen STERN PLUS-Inhalten und Artikeln aus dem Print-Magazin.